Attraktiver Arbeitgeber

Als vielfach ausgezeichneter Arbeitgeber mit einer hohen Zufriedenheit seiner Mitarbeiter setzt die Fiducia & GAD auch in Zukunft immer mehr darauf, den Nachwuchs im eigenen Haus aus- und fortzubilden. Jedes Jahr nehmen über 50 junge Talente ihr Duales Studium bei der Fiducia & GAD auf. Die Fiducia & GAD ist eines der besten Ausbildungsunternehmen in Deutschland im IT-Bereich.

Wir müssen uns sputen

Hubertus Stegemann, 54

ist studierter Personalbetriebswirt (VWA) und begann 1982 als Personalreferent in der Chemieindustrie. 2000 wechselte er von der heutigen Finanz-Informatik zur GAD und begann dort als Abteilungsleiter Personalbetreuung, -entwicklung und -wirtschaft. Bei der Fiducia & GAD leitet er heute das Personalmanagement.

Wie positioniert sich die Fiducia & GAD für die Herausforderungen der Zukunft als attraktive Arbeitgebermarke? Wir sprachen mit Hubertus Stegemann, 54, Leiter Personalmanagement.

Herr Stegemann, was ist in den kommenden Jahren die größte Herausforderung für den Personalbereich der Fiducia & GAD?

Da gibt es einige wichtige Aufgaben, beispielsweise, dass wir uns am Arbeitsmarkt als attraktiver Arbeitgeber aufstellen und die Zufriedenheit unserer Beschäftigten – die im Übrigen heute bereits sehr hoch ist – noch mehr stärken. Und natürlich: Wir müssen uns der digitalen Transformation stellen und somit der Arbeitswelt von morgen. Damit beugen wir zugleich dem Fachkräftemangel vor, der auch in unserer Branche zunehmend spürbar wird.

Wie wollen Sie diesem Problem beikommen?

Ein wichtiger Ansatz ist, einen Teil des Nachwuchses im Haus selbst aus- und fortzubilden. Wir haben teils sehr spezielle Anforderungen an unsere Stellen. Da müssten wir auf dem Arbeitsmarkt lange suchen, bis wir geeignete Fachkräfte fänden. Stattdessen stellen wir jedes Jahr rund 55 junge Menschen ein, die wir dual ausbilden oder studieren lassen. Und die wir halten möchten. Wir wollen ja nicht für den Wettbewerb ausbilden, sondern für uns. Die Tatsache, dass wir nur sehr wenige Abgänger verzeichnen, spricht dafür, dass wir unsere Sache richtig machen. Darüber hinaus haben wir für unser Ausbildungskonzept bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Wir sind in unserer Branche eines der besten Ausbildungsunternehmen in Deutschland.

Wie sorgen Sie dafür, dass sich die Azubis nach der Übernahme auf vielfältige Aufgabenbereiche verteilen?

Ich gebe Ihnen ein konkretes Beispiel: Um unseren Nachwuchs auch für die Arbeit am Großrechner zu begeistern, haben wir das Projekt „Host Just Do IT“ aufgesetzt – Interessenten können dabei in die Arbeit als Systemintegrator hineinschnuppern. Erste Übernahmen bestätigen unser Konzept. Weiteres Beispiel: Wir prüfen ständig die Anpassung von Ausbildungsgängen an attraktive Berufsbilder der Zukunft, etwa im Produktmanagement oder in der Beratung. Auch dadurch gewährleisten wir eine ausgeglichene Belegung freiwerdender Stellen im Unternehmen.

Wie rekrutieren Sie Bewerber für Ihre Ausbildung?

Neben den klassischen Jobbörsen setzen wir seit einigen Jahren verstärkt auf Ausbildungsmessen, gehen in Schulen, um über unsere beruflichen Angebote zu informieren, oder laden Schulklassen zu uns ein, damit sie sich vor Ort ein Bild davon machen können. Ein Aspekt, der uns besonders freut: Viele Bewerber klopfen bei uns an, weil wir ihnen von Mitarbeitern, Azubis oder ehemaligen Praktikanten und auch von Kunden als attraktiver Arbeitgeber empfohlen wurden.

Welche Rolle spielt Employer Branding für die Fiducia & GAD?

Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs in unserer Branche, auch mit Startups wie den Fintechs, arbeiten wir gezielt daran, als moderne Arbeitgebermarke wahrgenommen zu werden. Neben den fachlichen Anreizen wird dabei eine stark emotionale Kommunikation immer wichtiger. Unser neuer, bunter und unkonventioneller Auftritt auf dem Stellenmarkt war bereits ein erster großer Schritt in diese Richtung. Aber bunt ist nicht alles (schmunzelt): Worauf wir in Zukunft noch mehr Gewicht legen müssen, ist unter anderem gezieltes Hochschulmarketing, die explizite Ansprache von Frauen für Fach- und Führungsaufgaben und eine stärkere Präsenz in den Sozialen Netzwerken.

Mit welchen Erwartungen kommen die Bewerber zu Ihnen?

Wir erleben sie als sehr interessiert und engagiert. Sicherheit, Gehalt und Karriere sind nach wie vor wichtige Faktoren. Aber stärker als früher signalisieren die Kandidaten uns, dass sie möglichst schnell aktiv und eigenverantwortlich im Team arbeiten möchten und attraktive Aufgaben erwarten. Darüber hinaus ist, wie in so vielen Branchen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein zentrales Thema bei Bewerbungsgesprächen. Viele junge Leute fragen außerdem nach Möglichkeiten, im Rahmen ihrer Ausbildung den Bachelor oder Master zu machen.

Nachhaltigkeit bei der Fiducia & GAD

„Die Fiducia & GAD bekennt sich zum nachhaltigen Handeln und zum verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Sie berücksichtigt den Schutz der Umwelt in betrieblichen Abläufen und Entscheidungen.“ (Auszug aus unserem Verhaltenskodex)

Können Sie die Erwartungen erfüllen?

Das will ich meinen! Wir werden mit „Future of Work 2020+“ sogar einen ganz entscheidenden Meilenstein in unserer Personalstrategie setzen. In dem Projekt bündeln wir alle Maßnahmen, die uns als attraktiver und zukunftsorientierter Arbeitgeber positionieren und die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter gewährleisten. Familienfreundliche Arbeitsbedingungen wie zum Beispiel flexible Arbeitszeiten gehören ebenso dazu wie völlig neue Wege der Karriereplanung.

Beispiel?

Wir planen in Abstimmung mit der Arbeitnehmervertretung die Einführung alternativer Karrierelaufbahnen. Die IT-Welt und ihre Kundenanforderungen sind in einem so dramatischen Wandel, dass sich viele Zukunftsaufgaben mit gegenwärtigen Stellenprofilen nicht mehr abbilden lassen. Um aber dem Wettbewerb in den nächsten Jahren immer einen Schritt voraus zu sein, müssen wir bestimmte Schlüsselpositionen mit Experten besetzen, die auch ganz bestimmte Skills mitbringen. Damit meine ich zum Beispiel Know-how in Bereichen wie der Anwendungsentwicklung oder Systemintegration, das wir auf dem freien Markt nur schwer finden. Unser Ziel ist, diese neue Generation von Experten durch spezifische Stellenausschreibungen im eigenen Unternehmen zu rekrutieren und aufzubauen. Ähnliches gilt für die Projektlaufbahn. Da müssen wir uns sputen!

Wie machen Sie die Führungskräfte
fit für die Zukunft?

Durch maßgeschneiderte Angebote auf individueller, Team- und Führungsebene, die wir über eine eigene Leadership-Akademie anbieten werden. Ziel ist, sowohl neue, fachliche Anforderungen als auch die persönlichen Kompetenzen oder die bereichsübergreifende Vernetzung zu fördern. Unsere Führungskräfte sollen nicht nur inhaltlich und methodisch top sein, sondern auch über eine ausgeprägte soziale Kompetenz verfügen. Wir sensibilisieren sie dafür, wie wichtig ihr eigenes und hoffentlich vorbildliches Verhalten dafür ist, dass die Fiducia & GAD als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird.

Gibt es spezielle Herausforderungen, die sich aus dem Zusammenschluss ergeben?

Wir müssen gezielt ins Wissensmanagement investieren. Zum einen entsteht diese Notwendigkeit daraus, dass Abteilungen und Bereiche aus den beiden zuvor getrennten Unternehmen fachlich zusammengeführt und auf den gleichen Stand gebracht werden müssen. Zum anderen werden wir bis 2019 knapp 1.000 Stellen abbauen. Auch wenn dies nicht mit betriebsbedingten Kündigungen verbunden ist: Mit jedem Mitarbeiter, der durch Fluktuation, Altersteilzeit oder Rente ausscheidet, geht ja auch wertvolles Know-how verloren – es sei denn, wir sorgen rechtzeitig für den Erhalt dieses Wissens. An entsprechenden Konzepten arbeiten wir zurzeit.

Vorteile für Arbeitnehmer

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Um ihren Mitarbeitern professionelle Unterstützung in allen Fragen rund um Familie, Kinder und Pflege zu gewährleisten, hat die Fiducia & GAD zusammen mit anderen Unternehmen 2012 eine Familiengenossenschaft in Münster gegründet, die ihre Services mittlerweile überregional anbietet und zurzeit schrittweise auf alle Standorte des Unternehmens ausweitet. Dazu gehören:

  • Familienservice: Hilfe bei der Suche nach Kinderbetreuung, Haushaltshilfen auf Minijobbasis sowie von Seniorenbegleitern oder Betreuungsassistenten für die pflegeergänzende Unterstützung
  • Beratung und Informationen zu Fragen rund um Kinderbetreuung, Pflege und Demenz
  • Vorträge für Eltern oder zum Beispiel für pflegende Angehörige

Future of Work 2020+

Angesichts der Herausforderungen der kommenden Jahre hat die Fiducia & GAD einen umfassenden Katalog von Anforderungen in ihrer Personalstrategie aufgesetzt. Ein paar Beispiele:

  • Permanentes Lernen
  • Mobiles und vernetztes Arbeiten
  • Schlanke Prozesse
  • Verankerung von Nachhaltigkeit und Diversity
  • Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit
  • Stärkung der Arbeitgebermarke
  • Ausbau der Kundenorientierung
  • Etablierung einer Innovationskultur
  • Harmonisierung und Standardisierung von Prozessen
  • Stärkung der Mitarbeiter- und Führungskompetenzen
  • Einführung neuer Karrieremodelle

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Umfassende Angebote tragen dazu bei, dass die Mitarbeiter der Fiducia & GAD fit und motiviert zur Arbeit gehen:

  • Betriebsärztliche Untersuchungen
  • Impfaktionen
  • Vorsorgeuntersuchungen für Führungskräfte
  • Gesundheitstage mit Informationen rund um Fitness und Vorsorge
  • Fachseminare und Vorträge, unter anderem zu Themen wie Resilienz
  • Sportangebote, zum Beispiel für Herz und Kreislauf oder Rückengesundheit
  • Psychosoziale Beratung zu Themen wie Lebenskrisen, psychische Probleme, Sucht

Neue Arbeitsmodelle ab 2016

Die Fiducia & GAD harmonisiert ihre tariflichen und betrieblichen Regelungen. Die wichtigsten Eckpunkte:

  • Entwicklung von Regelungen mit den Arbeitnehmervertretern, die die Trends der Branche berücksichtigen und die Arbeitgebermarke stärken
  • Ausrichtung der Vergütungsmodelle auf zukünftige Anforderungen
  • Förderung der Leistungsorientierung
  • Definition von Arbeitszeiten, die die betrieblichen und persönlichen Belange in einen guten Einklang bringen
  • Mehr Selbstbestimmung des Mitarbeiters
  • Lebensphasenorientierung

Like it!

Die Fiducia & GAD ist einer der besten Ausbildungsbetriebe Deutschlands. Die Auszeichnung kommt aus erster Hand: Insgesamt 4,68 von möglichen fünf Punkten vergaben Auszubildende 2015 auf dem Karriereportal kununu an die Fiducia & GAD.

Luisa Brinkschulte, 21

startete nach dem Abitur bei der Fiducia & GAD in Münster ein duales Studium in Wirtschaftsinformatik mit integrierter Ausbildung zur Fachinformatikerin, Schwerpunkt Anwendungsentwicklung: „Bei einer Präsentation für Azubis im Assessment-Center sagte der Ausbildungsleiter: ,Ihr bewerbt euch nicht nur bei uns, wir bewerben uns auch bei euch.‘ Das zeigte mir, dass sich das Unternehmen für seine Mitarbeiter interessiert. Ich bin jetzt im dritten Jahr und es macht mir großen Spaß. Jedes Jahr habe ich die Abteilung gewechselt, um so viele Erfahrungen wie möglich zu sammeln. In allen Abteilungen herrscht ein tolles Arbeitsklima, sehr familiär, alle gehen offen miteinander um.“

Robin Kasparek, 23

absolviert in Karlsruhe sein zweites Ausbildungsjahr als Fachinformatiker im Bereich Anwendungsentwicklung: „Ich habe es noch keine Minute bereut. Ich programmiere neue Anwendungen und war schon beteiligt an agree21, wo ich Teile der Benutzeroberfläche gestalten durfte. So bekomme ich direkt Bestätigung für meine Arbeit. Außerdem ist das Klima sehr angenehm, alle Kollegen unterstützen mich sofort, wenn ich Hilfe benötige. Ich habe absolutes Vertrauen zur Fiducia & GAD, denn bisher wurden alle Versprechen gehalten, die am Anfang der Ausbildung gemacht wurden.“

Xaver Westenthanner, 23

begann nach dem Abitur 2011 ein duales Studium in Angewandter Informatik am Standort München: „Gereizt an der Ausbildung haben mich die vielen Möglichkeiten, mich zu entwickeln, und die Flexibilität. Ich konnte mich frei entscheiden, bei welchen Projekten ich mitarbeiten möchte. Bis zu meinem Bachelor of Science 2014 habe ich zahlreiche Abteilungen durchlaufen und bin jedes Mal sofort ins Team integriert worden. Außerdem hat die Fiducia & GAD es mir ermöglicht, noch ein duales Master-Studium in Informatik dranzuhängen.“

Michael Altefrohne, 32

begann 2001 mit der Ausbildung zum Fachinformatiker mit Schwerpunkt Anwendungsentwicklung bei der damaligen GAD. Seit 2005 ist er für die Betreuung des Nachwuchses im Unternehmen zuständig. „Mit der Spitzenbewertung auf kununu zahlt sich aus, dass wir unseren Nachwuchs von Anfang an als vollwertige Kollegen betrachten“, meint er. Altefrohne ist einer von fünf Ausbildern bei der Fiducia & GAD, die sich um die Nachwuchskräfte kümmern und als Ansprechpartner in allen Belangen für sie da sind. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels komme es darauf an, „die jungen Leute durch ein enges Vertrauensverhältnis ans Unternehmen zu binden“.

Bestnoten vom Nachwuchs

Bei kununu handelt es sich um eine Plattform, auf der Mitarbeiter eines Unternehmens über ihre Arbeitgeber, die Arbeitsverhältnisse und das Betriebsklima schreiben können. Das Besondere: kununu verknüpft die Methoden einer Mitarbeiterbefragung mit einem Online-Bewertungssystem. Besonders gut schnitt die Fiducia & GAD in den Kategorien Respekt, Betriebsklima, Ausbildungsvergütung und Arbeitszeiten ab.

Die Wochenarbeitszeit beträgt 38 beziehungsweise 38,5 Stunden und kann im Rahmen des Gleitzeitmodells flexibel geplant werden.

Azubis arbeiten bei der Fiducia & GAD schon frühzeitig in Eigenverantwortung. Dazu gehören bereits so komplexe Aufgaben wie das Programmieren am Großrechner. Das Einbringen eigener Ideen wird aktiv eingefordert.

In Mitarbeitergesprächen wertschätzen die Auszubildenden regelmäßig die familiäre, freundschaftliche Atmosphäre am Arbeitsplatz. Ein wichtiges Instrument für den Teamgeist ist unter anderem der Betriebssport, in dem rund 1.400 der 4.500 Beschäftigten aktiv sind.

Die Bezahlung orientiert sich an den Bankentarifen, gemessen an der IT-Branche liegt sie im oberen Mittelfeld. Hinzu kommen Anreize wie Urlaubsgeld, Vermögenswirksame Leistungen und Angebote der betrieblichen Altersvorsorge. Für die Studenten gibt es zudem Wohn- und Büchergeld.

Punktzahlen aus der Abschlussbewertung für 2015